Warum mit Papieren?

 
 
Auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied im Zeitalter des Internets bleibt es nicht aus, dass man irgendwann auf „Züchter“ trifft, die Jungtiere ohne Papiere für die Hälfte des üblichen Rassepreises anbieten. Da bei den meisten Menschen der Stammbaum ohnehin im Schrank verstaubt kommt Vielen der Gedanke, auf einen solchen „Wisch“ zu verzichten und somit etwas Geld zu sparen. 
Die Frage nach der Notwendigkeit und des Sinns eines Stammbaumes steht im Raum. 
Warum also mit Papieren…?
 
Darauf gibt es aus unserer Sicht nur eine Antwort: 
WARUM NICHT?
 
Es gibt schlicht und ergreifend keinen einzigen Grund, sich keinem Verein anzuschließen! 
Hat der Züchter wirklich das Wohl seiner Tiere im Auge, so gibt es tatsächlich nichts, was gegen die Vereinszugehörigkeit spricht.
 
Alle Argumente, die von Schwarzzüchtern/Vermehrern angeführt werden, können von engagierten Züchtern entkräftet werden.
 
So gibt es zum Beispiel bei vielen Vereinen keine Ausstellungspflicht, was gerne von Vermehrern als Argument „gegen Verein“ angegeben wird! Abgesehen davon, dass Ausstellungen durchaus ihren Sinn haben, verfolgt man tatsächlich ein Ziel und möchte nicht nur Kitten produzieren…. Niemand ist gezwungen, sich und seine Katze so und so oft in eine Halle zu setzen, das ist allein die Entscheidung des Züchters. Und ein verantwortungsvoller Züchter wird sein Tier, welches bei Ausstellungen furchtbar gestresst ist, nicht ständig zu einer solchen zerren.
 
Die jeweiligen Vorschriften der Vereine variieren etwas, im Großen und Ganzen allerdings sind sie sich einig: 
 So ist der notwendige Lebensraum der Tiere angegeben, wie potente Kater gehalten werden sollen, in welchen Abständen eine Kätzin belegt werden darf und wie alt sie mindestens sein muss. Es gibt Vorschriften zu besonderen Zuchtmethoden (Rückverpaarungen oder Weißzucht), zum Umgang mit ansteckenden Krankheiten, dem Abgabealter der Kitten und zu Pflichtimpfungen. 
Verletzungen der Statuten haben empfindliche Geldstrafen zur Folge, im wiederholten Fall den „Rauswurf“.
 
Züchter, die ihre Tiere lieben, respektieren und deren Wohlbefinden vor eigene Ambitionen stellen (und solche Züchter gibt es reichlich!) werden keine Probleme haben, sich diesen Vorschriften zu beugen. Überzeugen Sie sich und machen Sie sich die Mühe, die Zuchtvorschriften und Haltungsbedingungen der Vereine zu studieren!
 
Es gibt keinen Grund ohne Vereinszugehörigkeit zu züchten!
 
Sinnvolle Zucht im Sinne von „Gesunderhaltung“ (Erbkrankheiten) ist außerdem nur mit entsprechender Kenntnis der Vorfahren möglich. Hierzu ist ein lückenloser Ahnennachweis nötig! Und gesund sollen sie doch sein, unsere Schätzchen, oder?
 
Im Übrigen macht nicht das Stückchen Papier die „Rassetiger“ so „teuer“…. Ein Stammbaum kostet je nach Verein um die 20 €! 
Verdienen kann man mit liebevoller und verantwortungsvoller Katzenzucht trotzdem nicht!
 
Eine Aufstellung der Kosten von seriöser Zucht erspare ich Ihnen und mir! 
Ihnen, weil Sie mir unter Umständen ohnehin nicht glauben würden. 
Mir, weil es mir wahrscheinlich Tränen der Verzweiflung in die Augen treiben würde, würde ich die tatsächlichen Zahlen aufgelistet sehen!
 
Aber auch das schönste Hobby kostet! 
Tatsächlich ist ein Jungtier (oder ein Kastrat) von einem seriösem Züchter unbezahlbar, rechnet man die Zeit, die Liebe und auch die Sorgen mit ein, die solche Menschen investieren!
 
Und wenn wir ehrlich sind, kann der Stammbaum ruhig in Ihrem Schrank verstauben….. Es ist ein Stück Papier, dessen Inhalt nichts über den „Wert“ Ihres Lieblings aussagt. 
Wohl aber über die Bereitschaft des Züchters, sich gewissen Vorschriften zu unterwerfen!

DESHALB mit Papieren!



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